Stil-Kolumne

Frühling-/Sommerkollektion 2012: Einfach nur Stil pur

Die Kollektionen von Giorgio Armani, Max Mara und Tomas Meier für Bottega Veneta  bleiben ihrem unverwechselbaren Stil treu.

Giorgio Armani

Dieses Jahr setzt Armani mit dem Hut der Saison einen oben drauf.  Ein „Must have „ für jeden, der sich traut diesen Hut bei jeder Gelegenheit auszuführen. Aber bitte mit einem Kostüm, dass die Stromlinie des Körpers betont. Armani ist der Meister, der aus jeder Frau –selbst im strengen Kostüm oder Hosenanzug – eine elfenhafte Erscheinung macht.

 

Bottega Veneta

Tomas Maier weiss ebenfalls was er tut. Seine Rocklänge endet oberhalb und nicht unterhalb von Knie. Ob flache oder Absatzschuhe, beides sieht bei dieser Länge gut aus und kleine Frauen wirken damit grösser als mit einem knielangen Rock. Im Gegensatz zu anderen Designern gleichen die Farben einem satten orientalischen Bazar.

 

Max Mara

Unverkennbar klassisch in Kamelhaarfarben, mit oder ohne Türkis. Einfach nur Stil pur.

Max_mara

 

Raf Simmons für Jil Sander

Pur, elitär, reduziert – auch die aktuelle Kollektion von Raf Simons ist wieder eine tiefe Verbeugung vor dem Jil Sander Look...

Nicht unbedingt „Haben wollen“ aber die Hotpants mit hoher Taille dann doch. Der Rest im strengen Kostüm, mit Pencilshirt oder Caprihose, die bis zur Mitte der Waden reichen muss nicht unbedingt sein. Es sei denn, man hat Modelmasse und ist 1 Meter 75 gross.

..und wie schön wäre es, wenn wir diesen Hut dazu tragen könnten:

 

Chanel

Einig zu sein, scheinen sich die Designer über den breiten Ärmelansatz. Im Gegensatz zu den enganliegenden Ärmeln ist die neugewonnene Bewegungsfreiheit bequem und lässt kräftige Arme zierlicher wirken. Von daher nicht schlecht, sofern man es mag mit den 80igern zu experimentieren.

 

Celine

Bei Celine sind die weiten Ärmel am deutlichsten zu sehen, wenn auch die Silhouette am Körper wieder enganliegend ist. Dafür viel weiss für heisse Sommertage. Schön, aber leider öfters in der Reinigung als zuhause im Kleiderschrank.

 

Filed under  //   F/S 2012: Stil pur  

Key Pieces for Fall/Winter 2011/2012


In diesem Jahr fasse ich mich kurz. Die angesagten Stiltypen in diesem Herbst-/Winter sind zu vielfältig. Diejenige, die ihren Stil bereits verinnerlicht hat, begibt sich auf eine Zeitreise und pickt sich das Beste aus den 30igern bis 90igern heraus und findet sicherlich einiges im eigenen Fundus oder im Vintage-Laden um die Ecke.

Jedoch wie immer an dieser Stelle meine Prognose für die Teile die es – meiner Meinung nach - unbedingt braucht und worauf man getrost verzichten kann:


Androgyne Garçon-Hose (leichter Karottenschnitt)  in Kombination mit Herrenschuhen (Budapester, Monk-Strap shoes, Penny-Loafer und Slipper). Eventuell auch mit Biker-Boots. Der gemeine Biker-Boot ist aber eher was für junge Frauen. Ab vierzig wirken Herrenschuhe distinguierter.

Gesehen bei: Chanel, Jean-Paul Gaultier sowie bei Dolce & Gabbana…

Dg_garconhose
Herrenschuh_
Penny_loafer

Weiterhin IN, die Schlaghose aus den 70igern, aber diesmal mit Schlapphut à la Brigitte Bardot: Weites Bein und hohe, schlanke Taille. Effekt +: Macht lange Beine, auch bei Menschen unter 1,70 Meter. Bitte nur mit Absätzen (mind. 7 cm).

Schlaghose
Alberta_ferretti

Gesehen bei: Schumacher (in hippem Knallorange) und Michael Kors…

Kniehohe, gerade geschnittene Stiefel aus den 80igern: Am liebsten in warmen Brauntönen.
Gesehen bei Gucci und Hérmes. Zurzeit bei fast allen Schuhherstellern zu bekommen. Besonders schön, weil auch nicht zu hoch: Die Stiefel mit Blockabsatz von Cloé.

Stiefel_cognac

Schultertaschen. Mit diesen lässig eleganten Taschen (quadratisch oder abgerundet) hängen Sie alle ab. Sportlich oder elegant mit Gliederkette (Lanvin) oder in Jagdtaschenoptik, der Tragekomfort ist tatsächlich mal was Neues.


Mehr gibt es zur Herbst-/Wintermode eigentlich nicht zu sagen. Meine Analyse zur  Frühlings-/Herbstkollektion ist ab Ende nächster Woche online. Bis dahin, freue ich mich von euch zu hören. Ihr dürft auch Kritik üben und meckern, falls Ihr glaubt, dass ich mit meiner Prognose (diesmal war es eher eine Zusammenfassung) Recht habe.

Filed under  //   H/W 2011/2012  

Frühling-/ Sommerkollektion 2011: Was braucht's unbedingt und was braucht's eher nicht...!

Pünktlich zu Weihnachten und Neujahr werden wir mit der neuen Mode für frische Frühlings- und laue Sommertage beglückt. Auch wenn wir zur Zeit damit beschäftigt sind im Ausverkauf das reduzierte Teil zu ergattern, was bis dahin unerschwinglich war. Jetzt brauchen wir es auch nicht mehr, denn jetzt kommt die Frühling-/Sommerkollektion 2011.

Nun, kommen wir mal auf's wesentliche zu sprechen: Rein von den Stilrichtungen aus gesehen, stehen im Frühling/Sommer 2011 der klassisch-puristische und der romantisch-feminine Stil im Vordergrund. Hier und da darf's ein bisschen sportlicher sein, da anstelle von Miniröcken jetzt die kurzen Hosen angesagt sind. Bei kurzen Hosen, wie auch bei Miniröcken, gilt jedoch immer wieder der gleiche Grundsatz: Wer zu kurze und stemmige Beine hat, tut sich keinen Gefallen damit. Hier sollte man besser auf die diesjährige lange Modevariante - auch Maxi genannz - ausweichen und die Silhouette mit hohen Schuhen ein wenig strecken. Aber Achtung: Keine Highheels mehr erwerben. Die Zeiten der übertriebenen hohen Hacken ist endgültig vorbei. Die Designer werden wieder bodenständig und das ist gut so...;-))))

Hingegen gilt das soeben Gesagte nicht für die Moderne Dramatikerin. Von Natur aus eher grossgewachsen, kann sie sich in den kommenden warmen Jahreszeiten voll austoben und jeden neuen Trend mitmachen. Insbesondere die bodenlangen weit fallenden Röcke - kombiniert mit flachen Sandalen - kommen bei Ihrer Grösse erst richtig zur Geltung. Ich werde an dieser Stelle nicht besonders auf diesen Stiltyp eingehen, da eine Dramatikerin sowieso alles tragen kann. In diesem Jahr besonders interessant für diesen Typ sind die neuen Kreationen von Haider Ackermann, welche an japanische Kampfanzüge erinnern. Leider findet man zu Haider Ackermann nicht viel aktuelles im Web. Nur soviel, dass Haider Ackermann z. Zt. als Nachfolger von Karl Lagerfeld bei Chanel gehandelt wird. 

Haider_ackermann_f_s_2011
Modetrends für die Moderne Klassikerin

In diesem Jahr geht der Trend ganz klar in Richtung Purismus, aber diesmal darf es auch farbig und bunt zu gehen. So gesehen bei Jil Sander (Raf Simons), der die minimalistisch, anmutenden Kleider in ein Meer von bunten Blüten und Farben für die kommende Saison taucht. Fast noch schöner und eher alltagstauglich ist die farbenfrohe Kollektion von Max Mara. Auch nicht von der Hand zu weisen, ist der kleine Bruder von Max Mara. Sportmax präsentiert einen pupurfarbenen Zweiteiler, bestehend aus einem hochgeschlossenen Oberteil mit amerikanischem Ausschnitt und einer lässig, leicht ausgestellten Hose. Eine wunderbare Kollektion die so ganz nach dem Geschmack von Audrey Heburn gewesen wäre.

Was braucht's denn nun unbedingt:

  • Hose aus den 70ies: Weites Bein und hohe, schlanke Taille. Effekt +: Macht lange Beine, auch bei Menschen unter 1,70 Meter, aber bitte nur mit Absätzen (mind. 7 cm).
  • Westen: Lang wie ein Kleid über Röcke, Hosen oder Kleider getragen, verlängert ebenso optisch die Silhouette und sieht so ganz nebenbei auch noch cool aus.
  • Flache Sandalen zu kurzen Hosen. Die cognac-farbenen Jesussandalen von Cloé mit goldfarbenen Miniabsatz (ca. 3 cm) sind wärmstens zu empfehlen, da diese auch noch unter einen kniekurzen Rock elegant aussehen.
  • Kleine viereckige oder quadratische Taschen aus Kroko oder Leder (eine bisschen wie zu Omas Zeiten). Schöne Beispiele gibt es wie immer bei Bottega Veneta, Prada (in allen Farben der Saison) und auf Ebay, unter dem Suchbegriff "Krokotaschen".
  • Grosse Taschen in Beutel, Kastenform oder Messenger Bag bleiben im Trend, aber bitte nicht mehr mit Logoprint oder in Lackausführung.
  • Herrenhemd: Nicht unbedingt das Herrenhemd was in den 70igern getragen wurde und wo Papa's Hemd herhalten musste. Nein, diesmal bitte direkt vom Designer, denn figurumspielend sollte es schon sein.

Modetrends für die Moderne Romantikerin

Die Anlehnung an die 50ies ist passé. Die 70ies haben sich im Winter 2010 durchgesetzt und zeigen sich im Sommer 2010 in langen Kleidern mit Blumenmustern. Bei D & G diesmal knallbunt in expressiven Farben, ebenso bei Gucci oder auch Sonia Rykiel, wie immer gestreift, diesmal mit Blockstreifen. Denke mal, hier hat Prada sich mal etwas abgeguckt.

Eine wunderschöne Variante für die moderne Romantikerin kommt von Giorgio Armani. Ganz in Nachtblau, die an eine weiblichen Tuareg-Amazone erinnern. Wie auch immer, sein Etagenlook: Rock über Hose, Jackett über Rock und Hose, dazu ein Turban und XXL Schmuck. So schön, dass es auch eine abendliche Ausgehvariante für die Moderne Klassikerin sein kann.

Was braucht's unbedingt:

  • Ein weitschwingendes Blümchenkleid oder ein weisses Spitzenkleid bis zu den Knöcheln oder bis zum Boden (Maxilängen)
  • Rüschen- oder Spitzenbluse auf weite/schmale Hosen mit hoher schlanker Taille mit/ohne Schlag.
  • Flache Sandalen oder Sandaletten mit Keilabsatz oder geraden, schmalen Absätzen. Aber bitte nur noch mit eine Absatzhöhe von ca. 8 cm. Die Zeiten in denen man etliche Damen extrem unelegant in der Gegend hat rumstaksen sehen, sind hoffentlich vorbei.
  • Kleine, bunte, eher verspielte, viereckige oder abgerundete Taschen.
  • Grosse Taschen in Beutel oder Kastenform bleiben im Trend, aber bitte auch als Schultertasche oder Handtasche tragbar. Und eins ist mal sicher: Lack ist nach einer Saison wieder endgültig out und zuviel Logoprint zeugt sowieso von einem entsetzlichen Geschmack.
  • Mustermix à la Prada mit Blockstreifen und gemusterten Volantröcken, dazu eine riesiger Hut mit einer breiten Krempe. So etwas ist gemacht für richtige Vollweiber, à la Sophia Loren oder Monica Bellucci. Etwas zurückhaltendere Entwürfe gibt es da von Marc Cain zu haben, den notfalls auch die Moderne Klassikerin tragen würde, falls sie mal genug hat von allzuviel Zurückhaltung.

Filed under  //   FS 2011  

Die diesjährige Herbst- und Wintermode ist ideal für die moderne Klassikerin und die retro verliebte Romantikerin

Es gibt verschiedene Stiltypen, denen jeder einzelne von uns zu einem gewissen Anteil entspricht. Zum einen ist es die eigene Figur mit ihren ureigensten Proportionen, zum anderen unsere charakteristischen Merkmale in der Gesamterscheinung. Entsprechen wir einem gewissen Stiltyp, dann sollten wir auch konsequent nur die Trends aus der aktuellen Mode übernehmen, die uns authentisch erscheinen lassen.

 

Herbst-/Winterkollektion 2010/11

Was eignet sich für welchen Stiltyp?

Dieses Jahr stehen zwei Stilrichtungen im Vordergrund: Heisst, lieben Sie eher den verspielten, romantisch-femininen Stil oder stehen Sie eher auf den klassischen, puristischen Stil. Sollte einer der beiden Stilrichtungen Ihnen entsprechen, dann sind Sie dieses Jahr voll im Trend. Falls Sie jedoch eine Wanderin zwischen beiden Stil-Welten sind, dann sollten Sie sich je nach Lust und Laune für das eine oder das andere entscheiden, sofern es Ihnen steht.

 

Trend Labels für die Klassikerin

Für die Moderne Klassikerin ist dieses Jahr der androgyne Männerstil angesagt. Der Minimalismus bleibt wir immer aktuell und ist sowieso nicht mehr aus der klassischen Mode wegzudenken und Camel ist die Farbe der diesjährigen Saison. Letzteres ist allerdings mit Vorsicht zu geniesen. Von Kopf bis Fuss in „Camel“ macht schnell blass und steht letztendlich nur Menschen mit einem kühlen Hautunterton. Tipp: Gehören Sie zu den Menschen mit warmen Hautunterton, dann sollten Sie in Gesichtsnähe eine kalte Farbe tragen, wie dunkelblau, grau oder schwarz.

Gucci: Die Marke, die das Comeback (1995 – 2004) dem Designer und Filmemacher Tom Ford zu Verdanken hat, trägt wieder seine Handschrift. Ein Businessanzug ist wieder sexy, ohne billig zu wirken. Allerdings nur geeignet für Frauen mit sportlicher Silhouette (schlanke und nicht zu kurze, aber durchtrainierte Beine).

Zur Zeit vergleichbare Labels? Keine :-) 

  Jil Sander: Ist eigentlich der Inbegriff für Minimalismus. Seit 2007 hat Raf Simmons das Zepter bei Jil Sander übernommen und neu interpretiert. Selbst Tweed und Nadelstreifen werden hier zu futuristischen Modellen mit Anlehnung an klassische Schnittführungen verarbeitet.  Zugegeben, es gehört etwas Mut dazu „Klassik“ mal anders zu tragen. Aber es lohnt sich. Einmal gekauft, immer wieder getragen.

Zur Zeit vergleichbare Labels? Stella McCartney, Celine, Calvin Klein, Helmut Lang (...leider schwer zu finden) ;-)

Hermès: Diesmal hat der Agenten-Look mit Schirm, Charme und Melone den Kultdesigner Jean-Paul Gaultier inspiriert. Leider unbezahlbar, aber nachahmungswert. Bis auf die Melone, kann man aus dem heimischen, klassischen Fundus den Look perfekt nachstylen. ;-) 

Erschwingliche Alternativen für den klassischen Stil?

Max Mara, BOSS BLACK, Zara.

 


Trend Labels für die Romantikerin

Die Moderne Romantikerin kann sich in diesem Jahr voll ausleben. Stilvorbilder sind kurvige, extrem weibliche Frauen wie Brigitte Bardot, Sofia Loren oder auch Romy Schneider. Allerdings ist der aktuelle Look modern interpretiert, so dass dieser neu und unverbraucht daherkommt sowie ein verführerisches, leicht blumiges Parfüm.

Dieser Retro-Chic besteht aus schwingenden Tellerröcken aus den Fifties, Minikleider aus den Sixties und den Seventies-Boheme-Look a là „Drei Engel für Charly“. Aber Achtung: Der totale Look kann einen schnell älter aussehen lassen als erwünscht.

Prada: Die Fifies sind von Miuccia Prada neu interpretiert worden. Korrekte Schnitte, zart betonte Taille. Das Decoultier rückt gerüscht in den Blickpunkt. Nicht neu: Miuccia Pradas typische Küchentapetenmuster, kurios verarbeitet in femininen Kleidern, strengen Kostümen und „Deux Pieces“ (Hose/Rock plus Oberteil).

Zur Zeit vergleichbare Labels? Keine :-)

Miu Miu: Twiggy hätte dieser Look auch gefallen, schliesslich war Sie die Stilikone zu jener Zeit, als es noch Stilikonen gab die den Namen verdient haben. Nun denn, alles in allem superschön für junge Frauen mit perfekten Beinen und Liebe zu kleinen Köpfen (Kurzhaar- oder enganliegende Langhaarfrisuren).

Zur Zeit vergleichbare Labels? Keine :-)

 Kenzo: Breitkrempige Herrenhüte, Fellwesten, Hosen mit leichtem Schlag, Blumenkleider und Plateauboots. Ein wenig Boheme tut jedem mal gut, da kann auch so man he Klassikerin nicht widerstehen. :-) 

Erschwingliche Alternativen für den romantischen Stil? 

In Bezug auf Kenzo gibt es da viele Hersteller....War ja schon im vergangenen Jahr modern, von daher findet man solche Sachen auch bei Massenartikelherstellern in riesigen Mengen.

Alternativen zu PRADA und MIU MIU: Eigentlich keine. Miuccia Prada hat wieder mal was vollig Neues kreiert. Falls man den Schnitt irgendwo findet, fehlt einem der passende Stoff. Demnach hilft nur sparen oder wissen wo es bald reduziert zu haben ist ;-)))  

 

Filed under  //   Herbst-/Winterkollektion 2010/11